Histories of International LawSymposium

Histories on EJIL Talk!

The first three contributions from our series “Histories of International Law” are now available in English on EJIL Talk!: “Völkerrechtsgeschichten” by Alexandra Kemmerer, “German International Law Scholarship and the Postcolonial Turn” by Jochen von Bernstorff, and Marcus Payk’s response “The History of International Law – or International Law in History?“.

READ MORE →

Histories of International LawSymposium

Was ist Wahrheit?

(K)ein Schlusswort zum Symposium „Völkerrechtsgeschichten”

„Wir müssen sprechen! Als Historikerin geht es Ihnen um die Wahrheit, und da sollten Sie meine Version der Geschichte hören!” – „Sehr gern. Aber Sie sollten wissen: Ich arbeite zwar an einer intellektuellen Biographie, Historikerin bin ich aber nicht. Und um ‚die Wahrheit’ geht es mir auch nicht.” Am Tag nach Weihnachten habe ich den Gesellschaftsrechtler, dessen Karriere von einem einflussreichen Europarechtler geprägt wurde, dann auf einen Kaffee getroffen. Er …

READ MORE →

Histories of International LawSymposium

Die Interdependenz von Völkerrechtswissenschaft und Historiographie

Eine Replik auf die Beiträge von Alexandra Kemmerer, Jochen von Bernstorff und Markus M. Payk Die vorzüglichen Beiträge zur Völkerrechtshistorie sind zu begrüßen, folgende ergänzende Anmerkungen können jedoch hilfreich sein.

READ MORE →

Histories of International LawSymposium

Historicizing a Classic

Wilhelm Grewe’s Epochs of International Law in Context

Response to Marcus Payk and Alexandra Kemmerer For several years, I have been researching the intellectual biographies of two major figures in 20th century German political and legal thought: Hans Morgenthau and Wilhelm Grewe. As an intellectual historian with no formal legal training, but a professional interest in the history of international law in the German-speaking realm, the posts by Kemmerer and Payk spoke to me.

READ MORE →

Histories of International LawSymposium

Geschichte des Völkerrechts – oder das Völkerrecht in der Geschichte?

Eine Replik auf Alexandra Kemmerer und Jochen von Bernstorff Marcus M. Payk Können Völkerrechtler Historiker sein, und sollen sie das? Diese Frage, die im Zentrum des Beitrags von Alexandra Kemmerer steht, mag zunächst überraschen, denn auf den ersten Blick gibt die Geschichtsschreibung zum Völkerrecht keine großen Differenzen zwischen den Disziplinen zu erkennen. Auch historisch interessierte Juristen kennen und pflegen die üblichen methodischen Standards der historiographischen Vorgehensweise, also Quellennähe und Quellenkritik, …

READ MORE →

Histories of International LawSymposium

Die deutsche Völkerrechtswissenschaft und der „postcolonial turn“ – Teil 2

Fortsetzung zum ersten Teil Jochen von Bernstorff Ein weiterer „blinder Fleck“ der Verfassungs- und Gemeinschaftsnarrative ist das fehlende Bewusstsein von der engen Verwobenheit des Völkerrechts mit globalen ökonomischen Strukturen. Im zwanzigsten Jahrhundert wird das Völkerrecht von der progressiveren deutschen Theorietradition vorrangig als ein Friedens- bzw. als ein humanitäres Projekt begriffen. Inwiefern das Völkerrecht mit seinen in Europa geschaffenen Normen schon seit dem 19. Jahrhunderts eine spezifische ökonomische Globalisierung vorantreibt, gerät …

READ MORE →

Histories of International LawSymposium

Die deutsche Völkerrechtswissenschaft und der „postcolonial turn“ – Teil 1

Die deutschsprachige Völkerrechtswissenschaft hat eine großartige und vielbeschworene theoretische Tradition. Insbesondere der deutsche Staatswillenspositivismus des 19. Jahrhunderts (Jellinek und Triepel) hat die moderne westliche Völkerrechtswissenschaft nicht nur nachhaltig geprägt, sondern zugleich nach dem Ersten Weltkrieg berühmte Kritiker auf den Plan gerufen (Kelsen und Schmitt). Es handelte sich dabei um wissenschaftliche Beiträge zu einem in europäischen Hauptstädten gestalteten und an europäischen Universitäten konzipierten Völkerrechts, dessen Auswirkungen Ende des 19. Jahrhunderts praktisch …

READ MORE →

Histories of International LawSymposium

Völkerrechtsgeschichten

Völkerrechtsgeschichte gibt es nur im Plural. Von den „histories of international law“ schreibt Martti Koskenniemi, der den „historiographical turn“ im Völkerrecht mit seinem „Gentle Civilizer“ um die Jahrtausendwende selbst kräftig angestoßen hat. Zuvor war es lange ziemlich still gewesen um die Geschichte des internationalen Rechts. Als „Aschenputtel der Disziplin“ hatte Georg Schwarzenberger die Völkerrechtsgeschichte 1952 bezeichnet. Die Jahrzehnte des Kalten Krieges waren auch für Geschichte und Theorie des Völkerrechts eine Eiszeit. …

READ MORE →