Current Developments

Strafverfolgung ohne Jurisdiktion?

Das Legitimitätsdilemma des IStGH angesichts der Rohingya-Ermittlungen

Die Chef-Anklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) sorgte mit ihrem neusten Antrag vergangene Woche für einigen Wirbel. Am letzten Donnerstag ersuchte Fatou Bensouda die Vorverfahrenskammer um Erlaubnis, mit ihren Ermittlungen um die Geschehnisse in Bangladesch/Myanmar im Jahr 2017 fortfahren zu dürfen. Damit befindet sich der Fall nun in jener Phase, an der die gerichtliche Aufarbeitung der Situation in Afghanistan im April scheiterte, nachdem sich der IStGH in seinem wegweisenden Beschluss gegen die …

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Current Developments

Neues Tribunal, neues Glück?

Überlegungen zur völkerstrafrechtlichen Aufarbeitung des „Islamischen Staats“

Im Februar drohte U.S.-Präsident Donald Trump per Twitter an, Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), die sich im Gewahrsam kurdischer Milizen in Syrien befinden, freizulassen. Viele der Kämpfer sind Staatsangehörige westlicher Staaten und möchten möglicherweise in ihre Heimatländer zurückkehren. Vor diesem Hintergrund verstärkt sich die Debatte, wie der militärisch ausgetragene Konflikt mit dem IS juristisch aufgearbeitet werden soll. Sollte hierzu ein gesondertes Tribunal eingerichtet werden? Es steht außer Frage, dass …

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SymposiumThe GDPR as a global standard-setter for data protection

The charm of jurisdictions: a modern version of Solomon’s judgment?

From a perspective of international law, the General Data Protection Regulation (GDPR) pioneers particularly in terms of its (extraterritorial) application. Whereas in international law, which is based on the Westphalian notion of exclusive state sovereignty, this sovereignty is usually restricted to the state’s own territory and allows for an extraterritorial application of human rights only in exceptional circumstances, the GDPR prominently standardises the domestic-market principle in Article 3(2) GDPR. The …

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Current Developments

Galeone San José: Schatzjagd und Unterwasserkulturerbe

Art. 16 der UNESCO-Konvention von 2001 ermöglicht effektive Schutzmaßnahmen

Als die im frühen 18. Jahrhundert gesunkene, vermutlich mit sagenhaften Schätzen beladene Galeone San José 2015 vor der Küste Kolumbiens geortet wurde, war dies eine internationale Sensation. Als kürzlich bekannt wurde, dass Kolumbien die Bergung des Schiffes im Rahmen einer Public-private-Partnership plant, bei der Teile des auf über 10 Milliarden US-Dollar geschätzten Fundes als Gegenleistung an beteiligte Unternehmen gelangen könnten, begegnete dies substantieller Kritik. Im April 2018 verabschiedete der Wissenschaftlich-Technische Beirat zum UNESCO …

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Current Developments

Endlich! – Erster Haftbefehl gegen einen ranghohen Vertreter des syrischen Assad-Regimes

Zur strafrechtlichen Verfolgung von im syrischen Bürgerkrieg verübten Verbrechen in Deutschland

Können mutmaßliche syrische Völkerrechtsverbrecher einfach unbehelligt nach Europa ein- und wieder ausreisen? Diesen Eindruck musste man bei der Lektüre eines Berichtes gewinnen, der vor einigen Wochen in der französischen Tageszeitung „Le Monde“ erschien. Bereits im Januar diesen Jahres sei Ali Mamluk, der als „Direktor des Nationalen Sicherheitsbüros“ der Ba’ath-Partei, seit Jahrzehnten eine feste Größe in dem syrischen Sicherheits- und Unterdrückungsapparat, auf Einladung des italienischen Geheimdienstes AISE nach Rom geflogen und …

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DiscussionResponse

The battle against transnational fisheries crime

Jurisdictional challenges

The raison d’être of the concept of transnational ‘fisheries crime’ (TFC) (INTERPOL 2013) or ‘marine resource crime’ (UNODC 2011) can be traced to endemic illicit activities in the fisheries sector which, due to their devastating impacts, are increasingly considered as a serious problem worthy of attention as ‘criminal’ rather than merely ‘illegal’ behaviour. In terms of scope and approach, TFC is a broader and perhaps more ambitious successor of the …

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DiscussionResponse

Respect and Protection of International Law Beyond the Borders (of Human Rights)

A response to Heta Heiskanen & Juka Viljanen Heta-Elena Heiskanen and Jukka Viljanen kindly invited me to comment on their blog note discussing certain points stemming from their recent paper on extraterritoriality within the ECHR regime. The paper revisits the relevant case law of the ECtHR on extraterritoriality and invites us to consider that similar concerns may arise in the context of environmental protection as well. As its analysis demonstrates, …

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DiscussionKick-off

Extraterritoriality and lowering the exceptional circumstances threshold

Beyond the prevailing extraterritoriality case-law

The European Convention on Human Rights (ECHR) provides in Article 1 that “the High Contracting Parties shall secure to everyone within their jurisdiction the rights and freedoms defined in Section I”. However, this does not relieve Contracting Parties from their responsibility for consequences taking place outside their territorial jurisdiction. The contemporary human rights discourse has approached the jurisdiction doctrine with consistent but cautious evolution.

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