Interview

Debating Cosmopolitan Law

An interview with Immanuel Kant and Georg Friedrich von Martens (Part II)

This is the second part of a fictional conversation with Immanuel Kant and Georg Friedrich von Martens. These two outstanding scholars never met face-to-face in real life but come together for a fictional debate, set sometime in the year 1801 in a country house a few miles outside of Königsberg. The matter in dispute will be Kant’s idea of a cosmopolitan law. Von Martens, much as he respected Kant, was critical …

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Interview

Debating Cosmopolitan Law

An interview with Immanuel Kant and Georg Friedrich von Martens (Part I)

This fictional conversation will bring together two persons of outstanding importance for science in the late 18th and early 19th century who never met face-to-face. One was a professor of logic and metaphysics from Königsberg (now Kaliningrad), the other a professor of natural and international law from Göttingen. The former revolutionised philosophy through his critical method, the latter paved the way for the modern discipline of international law. Their names …

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Histories of International LawSymposium

Was ist Wahrheit?

(K)ein Schlusswort zum Symposium „Völkerrechtsgeschichten”

„Wir müssen sprechen! Als Historikerin geht es Ihnen um die Wahrheit, und da sollten Sie meine Version der Geschichte hören!” – „Sehr gern. Aber Sie sollten wissen: Ich arbeite zwar an einer intellektuellen Biographie, Historikerin bin ich aber nicht. Und um ‚die Wahrheit’ geht es mir auch nicht.” Am Tag nach Weihnachten habe ich den Gesellschaftsrechtler, dessen Karriere von einem einflussreichen Europarechtler geprägt wurde, dann auf einen Kaffee getroffen. Er …

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Histories of International LawSymposium

Die Interdependenz von Völkerrechtswissenschaft und Historiographie

Eine Replik auf die Beiträge von Alexandra Kemmerer, Jochen von Bernstorff und Markus M. Payk Die vorzüglichen Beiträge zur Völkerrechtshistorie sind zu begrüßen, folgende ergänzende Anmerkungen können jedoch hilfreich sein.

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Histories of International LawSymposium

Historicizing a Classic

Wilhelm Grewe’s Epochs of International Law in Context

Response to Marcus Payk and Alexandra Kemmerer For several years, I have been researching the intellectual biographies of two major figures in 20th century German political and legal thought: Hans Morgenthau and Wilhelm Grewe. As an intellectual historian with no formal legal training, but a professional interest in the history of international law in the German-speaking realm, the posts by Kemmerer and Payk spoke to me.

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DiscussionResponse

“If you want a future, … why not get a past?” (Cole Porter, “Let’s Misbehave”)

A response to the post by Alexandra Kemmerer As Nietzsche argues in one of his Untimely Meditations, the turn to history is always rooted in the needs of the present (and therefore implicitly also of the future).  Alexandra Kemmerer, like Nietzsche, sees history as existing only in the plural, just as its functions in the lives of present-day human beings are plural. 

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Histories of International LawSymposium

Geschichte des Völkerrechts – oder das Völkerrecht in der Geschichte?

Eine Replik auf Alexandra Kemmerer und Jochen von Bernstorff Marcus M. Payk Können Völkerrechtler Historiker sein, und sollen sie das? Diese Frage, die im Zentrum des Beitrags von Alexandra Kemmerer steht, mag zunächst überraschen, denn auf den ersten Blick gibt die Geschichtsschreibung zum Völkerrecht keine großen Differenzen zwischen den Disziplinen zu erkennen. Auch historisch interessierte Juristen kennen und pflegen die üblichen methodischen Standards der historiographischen Vorgehensweise, also Quellennähe und Quellenkritik, …

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Histories of International LawSymposium

Die deutsche Völkerrechtswissenschaft und der „postcolonial turn“ – Teil 2

Fortsetzung zum ersten Teil Jochen von Bernstorff Ein weiterer „blinder Fleck“ der Verfassungs- und Gemeinschaftsnarrative ist das fehlende Bewusstsein von der engen Verwobenheit des Völkerrechts mit globalen ökonomischen Strukturen. Im zwanzigsten Jahrhundert wird das Völkerrecht von der progressiveren deutschen Theorietradition vorrangig als ein Friedens- bzw. als ein humanitäres Projekt begriffen. Inwiefern das Völkerrecht mit seinen in Europa geschaffenen Normen schon seit dem 19. Jahrhunderts eine spezifische ökonomische Globalisierung vorantreibt, gerät …

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Histories of International LawSymposium

Die deutsche Völkerrechtswissenschaft und der „postcolonial turn“ – Teil 1

Die deutschsprachige Völkerrechtswissenschaft hat eine großartige und vielbeschworene theoretische Tradition. Insbesondere der deutsche Staatswillenspositivismus des 19. Jahrhunderts (Jellinek und Triepel) hat die moderne westliche Völkerrechtswissenschaft nicht nur nachhaltig geprägt, sondern zugleich nach dem Ersten Weltkrieg berühmte Kritiker auf den Plan gerufen (Kelsen und Schmitt). Es handelte sich dabei um wissenschaftliche Beiträge zu einem in europäischen Hauptstädten gestalteten und an europäischen Universitäten konzipierten Völkerrechts, dessen Auswirkungen Ende des 19. Jahrhunderts praktisch …

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Histories of International LawSymposium

Völkerrechtsgeschichten

Völkerrechtsgeschichte gibt es nur im Plural. Von den „histories of international law“ schreibt Martti Koskenniemi, der den „historiographical turn“ im Völkerrecht mit seinem „Gentle Civilizer“ um die Jahrtausendwende selbst kräftig angestoßen hat. Zuvor war es lange ziemlich still gewesen um die Geschichte des internationalen Rechts. Als „Aschenputtel der Disziplin“ hatte Georg Schwarzenberger die Völkerrechtsgeschichte 1952 bezeichnet. Die Jahrzehnte des Kalten Krieges waren auch für Geschichte und Theorie des Völkerrechts eine Eiszeit. …

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