DiscussionResponse

“If you want a future, … why not get a past?” (Cole Porter, “Let’s Misbehave”)

A response to the post by Alexandra Kemmerer As Nietzsche argues in one of his Untimely Meditations, the turn to history is always rooted in the needs of the present (and therefore implicitly also of the future).  Alexandra Kemmerer, like Nietzsche, sees history as existing only in the plural, just as its functions in the lives of present-day human beings are plural. 

READ MORE →

Histories of International LawSymposium

Geschichte des Völkerrechts – oder das Völkerrecht in der Geschichte?

Eine Replik auf Alexandra Kemmerer und Jochen von Bernstorff Marcus M. Payk Können Völkerrechtler Historiker sein, und sollen sie das? Diese Frage, die im Zentrum des Beitrags von Alexandra Kemmerer steht, mag zunächst überraschen, denn auf den ersten Blick gibt die Geschichtsschreibung zum Völkerrecht keine großen Differenzen zwischen den Disziplinen zu erkennen. Auch historisch interessierte Juristen kennen und pflegen die üblichen methodischen Standards der historiographischen Vorgehensweise, also Quellennähe und Quellenkritik, …

READ MORE →

Histories of International LawSymposium

Die deutsche Völkerrechtswissenschaft und der „postcolonial turn“ – Teil 2

Fortsetzung zum ersten Teil Jochen von Bernstorff Ein weiterer „blinder Fleck“ der Verfassungs- und Gemeinschaftsnarrative ist das fehlende Bewusstsein von der engen Verwobenheit des Völkerrechts mit globalen ökonomischen Strukturen. Im zwanzigsten Jahrhundert wird das Völkerrecht von der progressiveren deutschen Theorietradition vorrangig als ein Friedens- bzw. als ein humanitäres Projekt begriffen. Inwiefern das Völkerrecht mit seinen in Europa geschaffenen Normen schon seit dem 19. Jahrhunderts eine spezifische ökonomische Globalisierung vorantreibt, gerät …

READ MORE →

Histories of International LawSymposium

Die deutsche Völkerrechtswissenschaft und der „postcolonial turn“ – Teil 1

Die deutschsprachige Völkerrechtswissenschaft hat eine großartige und vielbeschworene theoretische Tradition. Insbesondere der deutsche Staatswillenspositivismus des 19. Jahrhunderts (Jellinek und Triepel) hat die moderne westliche Völkerrechtswissenschaft nicht nur nachhaltig geprägt, sondern zugleich nach dem Ersten Weltkrieg berühmte Kritiker auf den Plan gerufen (Kelsen und Schmitt). Es handelte sich dabei um wissenschaftliche Beiträge zu einem in europäischen Hauptstädten gestalteten und an europäischen Universitäten konzipierten Völkerrechts, dessen Auswirkungen Ende des 19. Jahrhunderts praktisch …

READ MORE →

Histories of International LawSymposium

Völkerrechtsgeschichten

Völkerrechtsgeschichte gibt es nur im Plural. Von den „histories of international law“ schreibt Martti Koskenniemi, der den „historiographical turn“ im Völkerrecht mit seinem „Gentle Civilizer“ um die Jahrtausendwende selbst kräftig angestoßen hat. Zuvor war es lange ziemlich still gewesen um die Geschichte des internationalen Rechts. Als „Aschenputtel der Disziplin“ hatte Georg Schwarzenberger die Völkerrechtsgeschichte 1952 bezeichnet. Die Jahrzehnte des Kalten Krieges waren auch für Geschichte und Theorie des Völkerrechts eine Eiszeit. …

READ MORE →