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Zürcher Europarechtstag: Europäische Integration, Drittstaaten und (direkte) Demokratie

Registrierungsfrist: 12. Oktober 2020

29.10.2020
(Registrierungsfrist: 12. Oktober 2020)
Universität Zürich-Zentrum, Rämistrasse 59, 8001 Zürich, Aula RAA-G-01

Das Europarecht ist in der Schweiz allgegenwärtig. Die bilateralen Abkommen zwischen der EU und der Schweiz prägen den Rechtsalltag. Nun stellt die Forderung der EU, ein institutionelles Abkommen abzuschliessen, den bilateralen Weg grundsätzlich auf den Prüfstand. Auch im Rahmen des autonomen Nachvollzugs übernimmt die Schweiz fortlaufend EU-Recht. Vor diesem Hintergrund rufen wir ein neues Forum ins Leben: den Zürcher Europarechtstag.

Der 1. Zürcher Europarechtstag befasst sich mit der Teilnahme von Drittstaaten am unionalen Binnenmarkt und an weiteren Politiken der EU und den damit verbundenen Herausforderungen für die (direkt-)demokratischen Rechte in diesen Staaten. Einleitend wird die Rechtsetzung in der EU beleuchtet. Erfahrungsberichte aus Liechtenstein und Norwegen zeigen auf, wie die EWR/EFTA-Staaten EU-Recht dynamisch übernehmen. Im Zentrum der Diskussion steht dann die Frage, wie sich der Prozess der Europäisierung auf die demokratischen Rechte in der Schweiz auswirkt; dabei wird auch das Rahmenabkommen thematisiert.

 

Datum: Donnerstag, 29. Oktober 2020

Ort: Universität Zürich-Zentrum, Rämistrasse 59, 8001 Zürich, Aula RAA-G-01

Leitung: Prof. Dr. Matthias Oesch, Zürich; Dr. Christina Neier, Bendern und Zürich

Registrierung: via Internet (www.eiz.uzh.ch) bis zum 12. Oktober 2020

Kosten: CHF 75.- (inkl. Mittagessen und Pausenverpflegung)

 

Programm:

Begrüssung

09.30 – 09.40 Uhr      Prof. Dr. Thomas Gächter, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät, Universität Zürich

EU-Mitgliedstaaten

09.40 – 10.00 Uhr      Genese des EU-Rechts, Prof. Dr. Matthias Oesch, Universität Zürich

10.00 – 10.20 Uhr      Erfahrungsbericht: Deutschland, Dr. Norbert Riedel, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Schweiz und Liechtenstein

10.20 – 10.40 Uhr      Erfahrungsbericht: Österreich, Dr. Ursula Plassnik, Österreichische Botschafterin in der Schweiz, ehemalige Aussen- und Europaministerin

10.40 – 11.00 Uhr      Diskussion

11.00 – 11.20 Uhr      Kaffeepause

EWR/EFTA-Staaten

11.20 – 11.40 Uhr      Dynamische Rechtsübernahme, Prof. Dr. Christa Tobler, Universitäten Basel und Leiden

11.40 – 12.00 Uhr      Decision-Shaping, Prof. Dr. Christian Frommelt, Liechtenstein-Institut, Bendern

12.00 – 12.20 Uhr      Case Study: Norway, Prof. Dr. Halvard Haukeland Fredriksen, Universität Bergen

12.20 – 12.40 Uhr      Erfahrungsbericht: Liechtenstein, Dr. Christina Neier, Liechtenstein-Institut, Bendern und Universität Zürich

12.40 – 13.00 Uhr      Diskussion

13.00 – 14.00 Uhr      Mittagessen

Schweiz

14.00 – 14.20 Uhr      Bilaterale Abkommen und innerstaatliche Zustimmung, Prof. Dr. Lorenz Langer, Universität Zürich

14.20 – 14.40 Uhr      Schengen/Dublin: Dynamische Rechtsübernahme, Dr. Elisa Ravasi, Stv. Chefin Sektion Justiz und Inneres, Direktion für europäische Angelegenheiten DEA, Bern

14.40 – 15.00 Uhr      Erfahrungsbericht: Kantone, Roland Mayer, Generalsekretär und Leiter Bereich Aussenpolitik, Konferenz der Kantonsregierungen, Bern

15.00 – 15.20 Uhr      Kaffeepause

15.20 – 15.40 Uhr      Institutionelles Abkommen: Dynamische Rechtsübernahme, Prof. Dr. Astrid Epiney, Rektorin, Universität Freiburg

15.40 – 16.00 Uhr      Institutionelles Abkommen und Souveränität, Prof. Dr. Thomas Cottier, Universitäten Ottawa und Bern

16.00 – 16.30 Uhr      Diskussion

16.30 – 17.15 Uhr      Apéro

Öffentliche Abendveranstaltung

18.30 – 19.45 Uhr      Öffentlicher Vortrag, Bundesrätin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements, Bern

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