Future of International Law

Turn to Principles, not to Values

Prinzipien als rationale Rekonstruktionen

Replik zum Beitrag von Jochen Rauber Jochen ist darin rechtzugeben, dass das Völkerrecht ungefähr seit dem Zweiten Weltkrieg eine Tendenz zu Prinzipien aufweist. Womöglich hat dieser Trend sogar in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Dafür dürfte hauptsächlich die Ausbreitung internationaler Gerichte und Schiedsgerichte verantwortlich zeichnen. Wenn sie ihrer Aufgabe gerecht werden wollen, einen Rechtsstreit zu entscheiden, sind sie oft auf Prinzipien angewiesen, mit denen sich die Lücken im Gewohnheits- und Völkerrecht …

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Future of International LawSymposium

Der „Turn to Principles“ im Völkerrecht

Theoretische und methodische Perspektiven auf die Zukunft von Völkerrecht und Völkerrechtswissenschaft

Prinzipien sind gewissermaßen die Wundertüten der Rechtswissenschaft. Sie inkorporieren Werte in den Bereich des Rechts, bilden das normative Fundament rechtlicher Regeln und ermöglichen es so, die Rechtsordnung als ein System zu verstehen, dessen Bestandteile eine gemeinsame Prinzipiengrundlage vereint; sie sind offen für Konkretisierungen, stehen in keinem festen Rangverhältnis, und doch umgibt sie die Aura besonderer Wichtigkeit. Im Völkerrecht erleben sie seit einigen Jahren eine Renaissance. Das wirft schwierige theoretische und …

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Future of International LawSymposium

The future of teaching international law

When legal scholars gather for an annual – or in the case of the International Law Association (ILA) biannual – meeting, there is normally no shortage of topics. There are so many substantive issues that one aspect that impacts every legal career often gets lost: teaching. It is thus to be welcomed all the more that the ILA devoted an entire afternoon session to the issue of teaching international law …

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Future of International LawSymposium

Grenzen der Universalität

Was das Nachdenken über Tierrechte deutlich macht

Replik zum Beitrag von Saskia Stucki Wo enden die universellen Rechte? Das fragt Saskia Stucki in ihrem Beitrag mit Blick auf die Rechte von Tieren. Menschenrechte für Tiere? Es ist eine wichtige Verunsicherung, die uns daraus entgegenklingt. Irgendwie ahnen wir doch, dass wir in unserem Umgang mit Tieren keinen konsistenten Regeln folgen. Wir lesen ständig über neue Erkenntnisse zum Schmerzempfinden von Tieren, wir wissen um die ökologischen Folgen der Fleischerzeugung …

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Future of International LawSymposium

Sind die Menschenrechte in Zukunft noch Menschen-Rechte?

Diese Frage mag auf den ersten Blick tautologisch anmuten – wessen Rechte außer jene des Menschen sollten Menschenrechte denn sein? Menschenrechte sind – so indiziert es der Begriff doch bereits sprachlich – universelle Rechte, die allen Menschen qua Menschsein gleichermaßen angeboren sind, d.h. die jeder Mensch allein aufgrund seines Menschseins besitzt. Doch sind die fundamentalen Rechte, die unter dem Begriff der Menschenrechte firmieren, konzeptionell notwendig Menschen-Rechte? Impliziert das für die …

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Future of International LawSymposium

Die Berichte über den Tod des Internetvölkerrechts sind stark übertrieben

Rejoinder zur Replik von Michael Riegner Ich begrüße die Möglichkeit, über meinen „Glauben an [die] Gestaltungskraft und [das] Gerechtigkeitspotenzial des Völkerrechts“ zu diskutieren, darf aber gleich darauf hinweisen, dass bestimmte Festlegungen nötig sind, um nicht in infinite Regresse abzugleiten. Schwierig wird es, wenn selbst das Gerechtigkeitspotenzial der völkerrechtlichen Ordnung in Abrede gestellt wird. Warum noch über die konkrete Ausgestaltung des Völkerrechts reden, wenn die normativ eingehegte Ordnung ohnedies nicht gerecht sein …

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Future of International LawSymposium

Grotius has a long way to go

Replik zum Beitrag von Matthias Kettemann Matthias Kettemanns Auftaktbeitrag „Grotius goes Google“ wirft zentrale Fragen zur Zukunft des Völkerrechts auf und gibt Antworten, die Aufmerksamkeit verdienen – und Widerspruch. Dies ist die Funktion der Replik, des Markenzeichens des Völkerrechtsblogs: Argumente austauschen, Annahmen aufdecken, Perspektiven wechseln. Aus meiner Perspektive, von der anderen Seite des großen Teichs, präsentiert Matthias‘ Beitrag das Internetvölkerrecht der Zukunft in bester deutscher Tradition: Geltendes Recht ist Frage …

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Grotius goes Google

Das Völkerrecht der Zukunft regelt das Internet im globalen öffentlichen Interesse

Es gibt nichts Neues unter der Sonne: Nur zwölf Jahre, nachdem Samuel Morse das erste Telegrafensystem in New York vorgestellt hatte, schlossen Österreich, Preußen, Bayern und Sachsen 1850 den Staatsvertrag über die Bildung des deutsch-österreichischen Telegraphenvereins. Der Vertrag enthält Vorgaben, die sich wie eine Zusammenfassung der großen internetrechtspolitischen Fragen von heute lesen: eine Pflicht zur schnellstmöglichen Weiterleitung von Telegrammen (Art 4) – unsere Netzneutralität; Pflichten zur Zensur im Interesse des …

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