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Die Friedens-Warte – Ausgabe 1–2/2021

Die Herausgeber_innen der Zeitschrift Friedens-Warte laden dazu ein, für die erste Ausgabe des Jahrgangs 2021 (1-2/2021) Beiträge oder Beitragsvorschläge einzureichen:

  1. Themenschwerpunkt Heft 1–2/2021
  2. Freie Beiträge
  3. Tagungs-/Konferenzberichte
  4. Rezensionen
  5. Gastherausgeberschaft

Bitte senden Sie Ihren Beitrag auf Deutsch oder Englisch für eine Begutachtung bis zum 15.02.2021 per E-Mail im Word-Format (.docx, .rtf, idealerweise .doc) an die E-Mailadresse friedenswarte@bwv-verlag.de (Manuskripte etwa 45.000 bis 70.000 Zeichen). Weitere Informationen sowie Hinweise für Autor_innen finden Sie auf unserer Webseite friedenswarte.bwv-verlag.de.

Davon abweichend gilt für den Themenschwerpunkt:

Bitte senden Sie Ihre Themenidee bzw. Themenskizze bis zum 01.11.2020, Manuskripte im Umfang von 35.000 bis 45.000 Zeichen (inclusive Leerzeichen) bis zum 31.12.2020 an die Gastherausgeberin: sabine.jaberg@t-online.de.

I. Themenschwerpunkt Heft 1–2/2021

PIONIERE DER FRIEDENSFORSCHUNG RECONSIDERED

Friedensforschung existiert als wissenschaftliche Disziplin seit Jahrzehnten. Sie kann mittlerweile in vielen Ländern als eigenes Fach studiert werden. Insbesondere Johan Galtungs weiter Gewalt- und Friedensbegriff verschaffte ihr in den 1960er Jahren den akademischen Durchbruch. In der Folge entwickelte sich auch in der Bundesrepublik ein kritischer Zweig der Friedensforschung. Sie ist verbunden mit Namen wie Dieter Senghaas und Ekkehart Krippendorff. Die wegbereitenden, teilweise bahnbrechenden Werke dieser (und anderer) Pioniere scheinen jedoch der jüngeren Generation nicht mehr so vertraut, das kritische Rad droht wieder neu erfunden zu werden. So zumindest lautete eine Einschätzung aus dem Arbeitskreis Herrschaftskritische Friedensforschung der Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung (AFK). Einige seiner Mitglieder initiierten ein Projekt, das Texte der Pioniere kritischer Friedensforschung gebündelt zugänglich machen, Kontroversen nachzeichnen und aktuelle Relevanzen verdeutlichen wollte. Dort sind bereits erste Beiträge entstanden.

Auf diesem Fundus baut die Friedens-Warte mit ihrem aktuellen Themenschwerpunkt auf. Sie erweitert aber den Fokus auch auf solche Pioniere der Friedensforschung, die nicht dem explizit kritischen Zweig der Disziplin zugerechnet werden, gleichwohl kritisches Potenzial besitzen.

Insofern sind auch Beiträge aus anderen diskursiven Zusammenhängen willkommen. Unter Friedensforschung wird hier jede wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema Frieden verstanden – unabhängig von ihrer disziplinären Verortung.

Die Beiträge sollen eine vergleichbare Struktur aufweisen:

1. Hintergrund der Person/des Ansatzes incl. der Benennung der Pionierleistung für die Friedensforschung, 2. textnahes Referat des ausgewählten Textes bzw. der ausgewählten Texte, 3. Kritik in der Literatur (sofern vorhanden) und eigene kritische Würdigung der Pionierleistung, 4. aktuelle Relevanz, 5. Fazit.

Dabei gilt es auch, das kritische Potenzial der jeweiligen Texte zu verdeutlichen.

Die vorgestellten Pioniere können z. B. folgenden Forschungskontexten entstammen:

  • kritische Friedensforschung;
  • Friedensvölkerrecht;
  • Friedenspädagogik;
  • Friedenspsychologie;
  • historische Friedensforschung;
  • naturwissenschaftliche Friedensforschung.

II. Freie Beiträge

III. Tagungs-/Konferenzberichte

IV. Rezensionen

Auch außerhalb des Themenschwerpunktes können der Redaktion bis zum 15.02.2021 freie Beiträge, Tagungs-/Konferenzberichte und Rezensionen zur friedenswissenschaftlichen Forschung für die Ausgabe 1–2/2021übersandt werden.

V. Gastherausgeberschaft

Die Friedens-Warte ist offen dafür, gesamte Ausgaben unter Gastherausgeberschaft zu publizieren. Bitte wenden Sie sich mit einem Konzept für ein eigenes Themen- oder Tagungsheft an einen der Herausgeber oder an die E-Mailadresse friedenswarte@bwv- verlag.de.

Zur Friedens-Warte

1899 durch den späteren Friedensnobelpreisträger Alfred H. Fried begründet, ist die Friedens- Warte die älteste Zeitschrift im deutschsprachigen Raum für Fragen der Friedenssicherung und der internationalen Organisation. Neben dem fachlichen Austausch innerhalb und zwischen den friedenswissenschaftlichen Disziplinen will die sie traditionell einen Beitrag dazu leisten, das für eine Politik der aktiven Friedensgestaltung erforderliche Fachwissen in die politische Praxis zu vermitteln. Dem interdisziplinären Charakter der Friedenswissenschaft entsprechend äußern sich in der Friedens-Warte namhafte nationale und internationale Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachrichtungen mit speziellen Forschungsbeiträgen zu aktuellen und grundlegenden Themen der Friedens- und Konfliktforschung.

Spätestens seit dem Ende des Ost-West-Konflikts wird Frieden nicht länger allein als Abwesenheit von zwischenstaatlicher Gewalt definiert, sondern als ein vielschichtiges und komplexes Konzept, das die Bedingungen eines gewaltfreien Miteinanders einbezieht. Die heutige Friedenswissenschaft nimmt die Dynamiken und Folgen innerstaatlicher Gewaltkonflikte, ökonomische Verarmungsprozesse, Klimakatastrophen sowie die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus ebenso in den Blick wie Bedrohungen der Sicherheit des Individuums. Mit dieser Erweiterung des Fokus geht eine Erweiterung der relevanten Fachdisziplinen einher: Neben den Politik- und Rechtswissenschaften bieten wirtschafts- und naturwissenschaftliche ebenso wie sozialpsychologische, soziologische und sozialanthropologische Analysen wichtige Beiträge zu friedenswissenschaftlichen Debatten. Friedenswissenschaft hat einen betont interdisziplinären Charakter.

Die Friedens-Warte ist ein refereed journal. Eingereichte Beiträge unterliegen einem doppelt- anonymisierten, externen Begutachtungsverfahren, das über die Aufnahme in die Zeitschrift entscheidet.

Die Herausgeber_innen

  • Prof. Dr. Andreas von Arnauld, Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Prof. Dr. Michael Staack, Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg Prof. Dr.
  • Pierre Thielbörger, Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV), Ruhr-Universität Bochum
  • Dr. Charlotte Dany, Friedensakademie Rheinland-Pfalz, Universität Koblenz-Landau

Die Gastherausgeberin der Ausgabe 1–2/2021
Dr. habil. Sabine Jaberg, Fakultät Politik, Strategie und Gesellschaftswissenschaften an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg

Details
Organisation: Friedens-Warte
Deadline: 15/02/2021
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