Rechtswissenschaftlicher Werkauftrag zur Aufbereitung jüngerer Rechtsprechung und Literatur zu Einschränkungen von Grund- und Menschenrechten zur Prävention terroristischer und anderer schwerer Straftaten

Das Deutsche Institut für Menschenrechte e.V. ist die Nationale Menschenrechtsinstitution Deutschlands. Es trägt als unabhängige Einrichtung zur Förderung und zum Schutz der Menschenrechte in und durch Deutschland bei. Zu seinen Aufgaben gehören Politikberatung, Menschenrechtsbildung, Information und Dokumentation, anwendungsorientierte Forschung zu menschenrechtlichen Themen sowie die Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen. 

Das Institut beabsichtigt, im Wege der freihändigen Vergabe einen 

rechtswissenschaftlichen Werkauftrag zur Aufbereitung jüngerer Rechtsprechung und Literatur zu Einschränkungen von Grund- und Menschenrechten zur Prävention terroristischer und anderer schwerer Straftaten

zu vergeben. 

Ihre Aufgaben: 

  • Sie recherchieren zentrale Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte und relevanter UN-Menschenrechtsgremien seit 2012 zu Einschränkungen von Grund- und Menschenrechten zur Prävention terroristischer und anderer schwerer Straftaten (Schwerpunkt: freiheitsentziehende und beschränkende Maßnahmen, Verfahrensrechte und Grenzen von Abschiebungen aufgrund des Folter- und Misshandlungsverbotes) 
  • Sie verfassen einen Überblicksbericht über Tendenzen der Rechtsprechung sowie über deren Aufnahme in der juristischen Fachliteratur (10-15 Seiten). 
  • Sie fassen ca. 15 der recherchierten Entscheidungen europäischer und internationaler Menschenrechtsgremien in deutscher Sprache nach einer vorgegebenen Gliederung zur Aufnahme in die Datenbank ius.menschenrechte zusammen.

Das Werk muss bis zum 15. Oktober 2017 vorgelegt werden. Der geschätzte Arbeitsaufwand beträgt 30 Tage

Zuschlagsvoraussetzungen:

  • Jurist_in (mind. 1. Staatsexamen) mit guten Kenntnissen des Verfassungs- und Völkerrechts
  • Kenntnisse des Grund- und Menschenrechtsschutzes in der Terrorismusbekämpfung
  • Nachgewiesene sehr gute englische Sprachkenntnisse

Zuschlagskriterien:  40% Preis, 60% Qualität des Angebots 

Bewertung der Qualität (gesamt 50 Punkte):

  • Verfassungs- und völkerrechtliche Fachkenntnisse: 20 Punkte
  • Kenntnisse zum Grund- und Menschenrechtsschutz in der Terrorismusbekämpfung: 20 Punkte
  • Erfahrungen mit der Aufbereitung von Rechtsprechung: 10 Punkte

Das Institut strebt gesellschaftliche Vielfalt auch unter seinen Werknehmenden an. Es lädt Menschen mit Einwanderungsgeschichte und Menschen mit Behinderungen ausdrücklich dazu ein, ihre Selbstidentifikation in ihr Anschreiben aufzunehmen. 

Kontakt

Bitte senden Sie Ihre elektronische Bewerbung und Ihr Preisangebot in einer PDF-Datei inklusive aller relevanten Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf ohne Foto, ggf. Zeugniskopien) bis zum 1. August 2017 an André Klüber per E-Mail unter klueber@institut-fuer-menschenrechte.de.

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