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Zur Kritik der Menschenrechte, Hr. Frederik Fuß

June 15 @ 18:0020:00

Sie gelten als Grundlegendes, auf das sich alle, die für Demokratie, Frieden und/oder Emanzipation eintreten, einigen können; ihre Missachtung und Verletzung sind geächtet, vermeintliche und wirkliche Despotien werden hierdurch gekennzeichnet; sie gelten als Gradmesser einer Zivilisation, als Gretchenfrage des Fortschritts, wie der Aufklärung: die Menschenrechte.
 
Seit der sogenannten Flüchtlingskrise sind sie auch bei Linken wieder in aller Munde, die das „Menschenrecht auf Asyl“ einfordern, sie sehen durch die wachsenden reaktionären Bewegungen nicht nur das Asylrecht, sondern, durch die Menschenrechte daran gekoppelt, ihr Menschsein an sich gefährdet; die Bedrohung eines oder mehrerer Menschenrechte beziehen ihre AnhängerInnen nicht auf Recht und eine damit verbundene Ordnung, sondern ihre Existenz. Alles was sich außerhalb der Menschenrechte befindet scheint die Barbarei zu sein, daher kann es in der Vorstellung der MenschenrechtlerInnen auch keine positive Aufhebung oder Überwindung der Menschenrechte geben, sonder nur einen Rückfall hinter sie.
 
In der öffentlichen Debatte werden dabei Begriffe wild durcheinander gemischt und selten zwischen nationalem und internationalem Recht oder deren Auswirkungen und Gültigkeit unterschieden. Der Vortrag soll Fragen nach Ursprung und Entwicklung der Menschenrechte klären, den Unterschied zwischen nationalstaatlichem Recht und internationalen Vereinbarungen deutlich machen und schließlich die Probleme, die mit den Menschenrechten einhergehen aufzeigen: von dem ideologischen Gehalt des Begriffs, über ihre naturalistische Begründung und dem damit verbundenen kulturalistischen Rollback bis hin zu ihrem Souveränitätsdefizit.
 
Frederik Fuß kommt aus Bonn und setzt sich maßgeblich mit der Bedeutung der Menschenrechte für die Soziale Arbeit auseinander. Publikationen zum Thema Menschenrechte werden in der sans phrase Nr. 10 und der Tsveyfl Nr. 1 diesen Sommer veröffentlicht.
 
Weitere Informationen hier.

Organizer

Referat für Antirassismus und Antifaschismus
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(+49) 0651 - 201 - 3574
Email:
astaanti@uni-trier.de
Website:
https://www.uni-trier.de/index.php?id=33249

Venue

Universität Trier – Campus 1
Universitätsring 15
Trier, Rheinland-Pfalz 54296
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